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Kammeroper Frankfurt I Uraufführung

Der Titel -
Die Reise nach Davos

Eine Monooper über das Begehren von Macht
Text und Musik von Stanislav Rosenberg

Uraufführung am Freitag 17. September 2021

Weitere Aufführungen: Di. 21., Sa. 25., Mo. 27., Mittwoch 29. September 2021 jeweils 19.30h

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Leitung: Rosenberg, Pudenz, Keller, Stubbe, Bresgen u. a.

Mitwirkende: Dzuna Kalnina und das Ensemble der Kammeroper Frankfurt

Spielort: Unitarische Freie Religionsgemeinde K.d.ö.R, Fischerfeldstraße 16, Frankfurt am Main

Vorverkauf Mail:
pudenz@kammeroper-frankfurt.de

   

" Der Titel- Die Reise nach Davos"
Monooper von Stanislav Rosenberg


Die einaktige Monooper "Der Titel-Die Reise nach Davos" ist ein von dem Komponisten und Pianisten Stanislav Rosenberg für die Kammeroper Frankfurt komponiertes Werk. Schon ein Jahr vor den Corona-Einschränkungen wurde es konzipiert, eigentlich um der klassischen Tradition der Einheit von Zeit, Raum und Handlung in diesem seltsamsten Operngenre für einen einzigen Sänger oder eine einzige Sängerin eine zeitgemäße Form zu geben und sie mit einem zeitgenössischem Inhalt zu füllen. Jetzt erscheint sie angemessener denn je, sowohl gegenüber den aktuellen Hygienebestimmungen für Opernproduktionen, wie auch gegenüber der Vereinzelung der Gesellschaft in Folge der Pandemie.
Thema ist die Freiheit einer Frau - und die Freiheit aller.
In der klassischen Oper gibt es viele starke Frauenpartien, Frauen, die nicht nur nach Liebe, sondern auch nach Freiheit dürsten und sie besingen.Seltsamerweise sind sie regelmässig dem Tode geweiht:
Bizets Carmen ist frei und stirbt.
Verdis Aida will frei sein und stirbt.
Puccinis Tosca mordet für die Freiheit und stirbt.
Arthur Honeggers Jeanne d'Arc kämpft für die Freiheit sogar mit einer ganzen Armee und stirbt (wird aber immerhin nach dem Tod
heiliggesprochen). Die großen Komponisten und das Publikum früherer Zeiten liebten die wunderbaren Arien freiheitsliebender Frauen - solange sie zum Aktschluss starben. Unsere Heldin, die zeitgenössische Heldin der Monooper von Stanislav Rosenberg strebt im Gegensatz dazu erst gar nicht nach Freiheit. Oder vielleicht doch? Auf jeden Fall singt sie nicht darüber.
Sie ist auf dem Weg nach Davos zum Zauberberg des Wirtschaftsgipfels. Wonach sie strebt ist etwas scheinbar gänzlich Banales: ein Doktortitel. Als Eintrittsticket in den Zirkel der Macht. Denn das weiss sie: nur Macht bedeutet wirkliche Freiheit. SIE hat nicht vor zum Opernende zu sterben.
Aber wie in Poulencs berühmter Telefonoper "Die Menschliche Stimme"-auch dies eine Monooper- tauchen während ihrer Reise am Telefon störende Elemente, Sehnsuchtselemente, Hasselemente, Verstrickungen und Offenbarungen auf, unterbrechen ihre Reise, bringen sie vom geplanten Weg ab auf ihren eigenen, ungeplanten Weg. Der führt aber anders als bei Poulenc und in der Opernkonvention nicht zum Tod der Heldin. Sondern zum Mord durch sie, von dem man indessen nicht weiss, ob er in der Wirklichkeit stattfindet. Oder nur in Ihr.
Die Monooper bewegt sich stilistisch zwischen Groteske und Tragik, musikalisch in einem ironischen Mix aus Moderne, Minimal Music und Neo-Klassik. Die Protagonistin - gespielt und gesungen von Dzuna Kalnina- wird auf ihrem Weg von einem Miniatur-Orchester bestehend aus zwei Musikern mit vier Instrumenten begleitet.

Stanislav Rosenberg
1976 in Odessa, Ukraine geboren, studierte Stanislav Rosenberg Klavier an den Hochschulen in Odessa und in Frankfurt am Main. Als Solist, Kammermusiker und Liedbegleiter konzertiert Stanislav Rosenberg europaweit wie auch in Übersee. Zu seinen Kompositionen gehören Auftragswerke für "Operetta Festival" in Kaunas (Litauen), Copenhagen Festival Ensemble, Roma und Sinti Kammerphilharmonie, Kammeroper Frankfurt. Auch die Komposition und Aufführung virtuoser Transkriptionen der Werke anderer Komponisten gehören zu seinem künstlerischen Schaffen. Seine besondere Leidenschaft gilt darüber hinaus dem Musiktheater. So hat er in vergangenen Jahren an vielen Opern-, Operetten- und Musicalproduktionen an Theatern, Festspielen, Opernakademien und Werkstätten u.a. als Pianist, Dirigent, Arrangeur und Übersetzer mitgewirkt. Zur Zeit lebt er als freischaffender Pianist in Frankfurt am Main.
 
       

Dzuna Kalnina
Die Mezzo-Sopranistin Dzuna Kalnina wurde 1975 in Riga (Lettland) geboren. Schon im Alter von 6 Jahren wurde sie in eine Spezialschule für musikalisch hochbegabte Kinder aufgenommen; es folgten zahlreiche Fernseh- und Radioauftritte. Nach ihrer Ausbildung zur Klavierpädagogin studierte sie Gesang an der Musikhochschule in Riga. 1997 studierte Dzuna Kalnina am Musikkonservatorium Luxemburg als Stipendiatin des Kulturministeriums Luxemburg. 2006 schloss sie ihr Musikstudium in Frankfurt am Main bei Prof. Hedwig Faßbender ab. Dzuna Kalnina gewann zahlreiche Wettbewerbe und wirkte bei verschiedenen CD-Produktionen mit. Die Partien des "Cherubino" und des Hänsel" gehören zu ihrem umfangreichen Repertoire, wie die Rollen der "Marcellina" und des "Orlofsky". Seit 2003 ist Dzuna Kalnina ständiges Mitglied des Ensembles der Kammeroper Frankfurt.

 

 

 

 


„Altenheimkonzerte“ der Kammeroper Frankfurt


Annette Fischer und Tobias Rüger im Johanna-Kirchner-Altenzentrum


Frankfurter Rundschau 08.04.20

Kammeroper Frankfurt spielt Konzerte vor Altenheimen.

...Älteren Menschen, die wegen der Corona-Pandemie von der Außenwelt abgeschnitten sind, eine musikalische Freude bereiten – das ist die Idee hinter den „Altenheimkonzerten“ der Kammeroper Frankfurt...„So ermöglichen wir den Bewohnern ein Hörerlebnis, ohne sich der Gefahr einer Ansteckung auszusetzen“, sagt Rainer Pudenz, Gründer und Leiter der Kammeroper...

 

Altenheime in Corona-Zeiten
(.mp3)
   

Liebe Freunde der Kammeroper Frankfurt,

schwierige Zeiten erfordern unkonventionelle Maßnahmen.
Ältere Menschen sind aufgrund der Corona-Pandemie von der Außenwelt quasi abgeschnitten und damit einer hohen psychischen Belastung ausgesetzt.
Deshalb hat sich die Kammeroper entschieden, eine Konzertreihe vor Altenheimen, in den Innenhöfen mit Blick der Bewohner aus den Fenstern, zu starten.

So ermöglichen wir den Bewohnern (mit viel Abstand) ein Hörerlebnis mit Sologesang, begleitet von einem Saxophon,
ohne sich der Gefahr einer Ansteckung auszusetzen.

Wir wollen mit Liedern und Arien, sowie einigen Gedichten gegen Vereinsamung, Ausgrenzung und dem jetzt so großen "Herzeleid" wenigstens
für die Dauer der Konzerte musikalisch "ankämpfen".

Bekannte und bewährte Solisten der Kammeroper sind gerne mit dabei:
Ingrid El Sigai, Dzuna Kalnina, Annette Fischer (Sängerinnen) und Tobias Rüger (Saxophon).

Es ist erst einmal daran gedacht, 5 Konzerte mit verschiedenen Programmen aus Oper; Operette
und Lied für die Dauer von ca. 20 Minuten zu präsentieren.

Die Reihe begann im Frankfurter Johanna-Kirchner-Altenzentrum in der Gutleutstraße am 8. April 2020.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie uns ein wenig dabei begleiten.

Ihre Kammeroper Frankfurt

 
   
 

 

 
 
   

 
 
 
 

 
 
 
 

 

 

 

 

 
 
   
   

 

   

 

 
 
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